In unserer Regelkunde - Teil 4 - geht's heute um Spielvorschriften, tote und lebendige Bälle und vieles mehr. Viel Spaß!
- Spielzeit, Punktgleichheit und Verlängerungen
- Beginn und Ende einer Spielperiode oder des Spiels
- Zustand des Balls
- Standort eines Spielers und eines Schiedsrichters
- Sprungball und Wechselnder Ballbesitz
- Wie der Ball gespielt wird
- Ballkontrolle
- Spieler in der Korbwurfaktion
- Korberfolg und seine Wertung
- Einwurf
- Auszeit
- Spielerwechsel
- Verlust der Spielberechtigung
REGEL IV - SPIELVORSCHRIFTEN
Artikel 8 - Spielzeit, Punktgleichheit und Verlängerungen
8.1
Das Spiel besteht aus vier Spielperioden von je zehn Minuten.
8.2
Zwischen der ersten und zweiten Spielperiode (erste Halbzeit) sowie zwischen der dritten und vierten Spielperiode (zweite Halbzeit) und vor jeder Verlängerung gibt es eine Spielpause von zwei Minuten.
8.3
Die Halbzeitpause dauert fünfzehn Minuten.
8.4
Vor Spielbeginn beginnt die Spielpause zwanzig Minuten vor dem angesetzten Spielbeginn.
8.5 Eine Spielpause beginnt
- zwanzig Minuten vor dem angesetzten Spielbeginn.
- bei Ertönen des Signals der Spieluhr zum Ende einer Spielperiode.
8.6 Eine Spielpause endet
- zu Beginn der ersten Spielperiode, wenn beim Sprungball der Ball legal von einem Springer getippt wird.
- zu Beginn der anderen Spielperioden oder Verlängerungen, wenn der Ball nach dem Einwurf einen Spieler berührt oder von einem Spieler auf dem Spielfeld legal berührt wird.
8.7
Steht das Spiel am Ende der vierten Spielperiode unentschieden, wird das Spiel mit so vielen Verlängerungen von je fünf Minuten fortgesetzt, bis das Unentschieden durchbrochen ist.
8.8
Wird bei oder kurz vor Ertönen des Signals der Spieluhr zum Ende der Spielzeit ein Foul begangen, werden eventuelle Freiwürfe nach Ablauf der Spielzeit ausgeführt.
8.9
Wird durch diese Freiwürfe eine Verlängerung erforderlich, werden alle Fouls, die sich nach Ende der Spielzeit ereignen, als Fouls während einer Spielpause behandelt, und die Freiwürfe werden vor Beginn der Verlängerung ausgeführt.
Artikel 9 - Beginn und Ende einer Spielperiode oder des Spiels
9.1
Die erste Spielperiode beginnt, wenn der Ball beim Sprungball von einem Springer legal getippt wird.
9.2
Alle weiteren Spielperioden beginnen, wenn der Ball nach dem Einwurf einen Spieler berührt oder von einem Spieler auf dem Spielfeld legal berührt wird.
9.3
Das Spiel kann nicht beginnen, wenn eine der Mannschaften nicht mit fünf Spielern spielbereit auf dem Spielfeld ist.
9.4
Bei allen Spielen hat die im Programm zuerst genannte Mannschaft (Heimmannschaft) ihre Mannschaftsbank und ihren Korb auf der linken Seite (vom Anschreibertisch aus gesehen). Beide Mannschaften können die Mannschaftsbänke und/oder Körbe auch tauschen, falls sie sich darüber einigen.
9.5
Vor der ersten und dritten Spielperiode dürfen sich die Mannschaften in der Spielhälfte aufwärmen, in der sich der Korb der gegnerischen Mannschaft befindet.
9.6
Zur Halbzeit wechseln die Mannschaften die Körbe.
9.7
In allen Verlängerungen spielt jede Mannschaft auf denselben Korb wie in der vierten Spielperiode.
9.8
Eine Spielperiode, eine Verlängerung oder das Spiel endet mit Ertönen des Signals der Spieluhr zum Ende der Spielzeit.
Artikel 10 - Zustand des Balls
10.1
Der Ball kann entweder "belebt" oder "tot" sein.
10.2
Der Ball wird belebt, wenn bei einem
- Sprungball der Ball legal von einem Springer getippt wird.
- Freiwurf der Ball dem Freiwerfer zur Verfügung steht.
- Einwurf der Ball dem Einwerfer zur Verfügung steht.
10.3
Der Ball wird zum toten Ball wenn
- ein Feldkorb oder Freiwurf erzielt wird
- ein Schiedsrichter pfeift, während der Ball belebt ist.
- es offensichtlich ist, dass der Ball bei einem Freiwurf nicht in den Korb geht und danach noch
- ein Freiwurf oder weitere Freiwürfe
- oder eine weitere Strafe (Freiwurf/Freiwürfe und/oder Einwurf) folgen.
- das Signal der Spieluhr zum Ende einer Spielperiode ertönt.
- das Signal der 24-Sekunden-Anlage ertönt, während eine Mannschaft Ballkontrolle hat.
- der Ball sich aufgrund eines Korbwurfs in der Luft befindet und dann von einem beliebigen Spieler berührt wird, nachdem
- ein Schiedsrichter pfeift
- das Signal der Spieluhr zum Ende einer Spielperiode ertönt.
- das Signal der 24-Sekunden-Anlage ertönt.
10.4
Der Ball wird nicht zum toten Ball und ein erzielter Korb zählt, wenn
- der Ball bei einem Korbwurf in der Luft ist und
- ein Schiedsrichter pfeift
- das Signal der Spieluhr zum Ende einer Spielperiode ertönt.
- das Signal der 24-Sekunden-Anlage ertönt.
- der Ball bei einem Freiwurf in der Luft ist und der Schiedsrichter wegen einer Regelverletzung, ausgenommen durch den Freiwerfer, pfeift.
- ein Spieler in Ballkontrolle sich in der Korbwurfbewegung befindet, dabei ein Foul an ihm oder einem Mitspieler gepfiffen wird und er diesen Korbwurf mit einer kontinuierlichen Bewegung erfolgreich beendet.
Dies gilt nicht und der Korb zählt nicht, wenn nach dem Schiedsrichterpfiff ein neuer Versuch zum Korbwurf begonnen wird. Ferner gilt dies nicht und der Korb zählt nicht, wenn während der kontinuierlichen Bewegung des Werfers das Signal der Spieluhr zum Ende einer Spielperiode oder einer Verlängerung oder das Signal der 24-Sekunen-Anlage ertönt.
Artikel 11 - Standort eines Spielers und eines Schiedsrichters
11.1
Der Standort eines Spielers ist die Stelle, an der er den Boden berührt. Befindet er sich bei einem Sprung in der Luft, behält er den Status bei, den er zuletzt am Boden hatte. Dies schließt die Grenzlinien, die Mittellinie, die Drei-Punkte-Linie, die Freiwurflinie und die Linien der Begrenzten Zone ein.
11.2
Springt ein Spieler in seinem Vorfeld ab und erlangt in der Luft die Ballkontrolle für seine Mannschaft, wird sein Status hinsichtlich Rückfeld oder Vorfeld durch die Stelle festgelegt, auf der er anschließend landet.
11.3
Der Standort eines Schiedsrichters ist genauso festgelegt wie der eines Spielers. Berührt der Ball einen Schiedsrichter, ist es als ob er den Boden am Standort des Schiedsrichters berührt.
Artikel 12 - Sprungball und Wechselnder Ballbesitz
12.1.1
Ein Sprungball findet statt, wenn ein Schiedsrichter zu Beginn der ersten Spielperiode den Ball zwischen zwei Gegenspielern im Mittelkreis hochwirft.
12.1.2
Ein Halteball entsteht, wenn ein oder mehrere Spieler jeder Mannschaft eine Hand oder beide Hände so fest am Ball haben, dass kein Spieler ohne übermäßige Härte in Ballkontrolle kommen kann.
12.2. Vorgehensweise
12.2.1
Beide Springer müssen mit ihren Füßen in der Hälfte des Mittelkreises stehen, die ihrem Korb näher liegt, mit einem Fuß in der Nähe der Mittellinie des Kreises.
12.2.2
Spieler derselben Mannschaft dürfen keine benachbarten Positionen am Kreis einnehmen, falls ein Gegenspieler eine dieser Positionen einnehmen möchte.
12.2.3
Der Schiedsrichter wirft dann den Ball zwischen den Springern senkrecht so hoch, dass keiner der Springer den Ball an seinem höchsten Punkt erreichen kann.
12.2.4
Der Ball muss von einem oder von beiden Springern mit einer oder beiden Händen getippt werden, nachdem er den höchsten Punkt erreicht hat.
12.2.5
Kein Springer darf seine Position verlassen, bevor der Ball legal getippt worden ist.
12.2.6
Kein Springer darf den Ball fangen oder ihn mehr als zweimal berühren, bevor der Ball einen der Nichtspringer oder den Boden berührt hat.
12.2.7
Wird der Ball von keinem Springer getippt, ist der Sprungball zu wiederholen.
12.2.8
Die Nicht-Springer dürfen sich mit keinem Körperteil auf oder über dem Kreis (Zylinder) befinden, bis der Ball getippt worden ist.
Eine Verletzung von Artikel 12.2.1, 12.2.4, 12.2.5, 12.2.6 und 12.2.8 ist eine Regelübertretung.
12.3. Sprungballsituationen
- Eine Sprungballsituation entsteht, wenn
- ein Halteball gepfiffen wird,
- der Ball ins Aus geht und die Schiedsrichter im Zweifel oder sich nicht einig sind, welcher Spieler den Ball zuletzt berührt hat,
- beide Mannschaften bei einem nicht erfolgreichen letzten oder einzigen Freiwurf eine Regelübertretung begehen,
- ein belebter Ball sich an der Korbbefestigung verfängt (ausgenommen zwischen Freiwürfen),
- der Ball zum toten Ball wird und vorher keine Mannschaft Ballkontrolle hatte oder keiner Mannschaft der Ball zustand,
- nach dem Aufrechnen gleicher Strafen gegen beide Mannschaften keine weiteren Foulstrafen zur Ausführung übrig bleiben und vor dem ersten Foul oder Regelübertretung keine Mannschaft Ballkontrolle hatte oder keiner Mannschaft der Ball zustand,
- eine Spielperiode beginnt, ausgenommen die erste Spielperiode.
12.4. Wechselnder Ballbesitz
12.4.1
Wechselnder Ballbesitz ist das Verfahren, den Ball anstelle eines Sprungballs durch einen Einwurf zu beleben.
12.4.2
Bei allen Sprungballsituationen werfen die Mannschaften den Ball abwechselnd von der Stelle ein, die der Sprungballsituation am nächsten liegt.
12.4.3
Die Mannschaft, die beim Sprungball zu Beginn der ersten Spielperiode keine Ballkontrolle erlangt, erhält den ersten Einwurf gemäß Wechselndem Ballbesitz.
12.4.4
Die Mannschaft, die nach Ende einer Spielperiode den nächsten Wechselnden Ballbesitz erhält, beginnt die nächste Spielperiode mit einem Einwurf an der verlängerten Mittellinie gegenüber dem Anschreibertisch.
12.4.5
Der Wechselnde Ballbesitz
- beginnt, sobald der Ball dem Einwerfer zur Verfügung steht.
- endet, sobald
- der Ball nach dem Einwurf einen Spieler berührt oder von einem Spieler auf dem Spielfeld legal berührt wird.
- die einwerfende Mannschaft eine Regelübertretung begeht.
- sich während eines Einwurfs ein belebter Ball an der Korbbefestigung verfängt.
12.4.6
Welcher Mannschaft der Ball zum Einwurf gemäß Wechselndem Ballbesitz zusteht, ist durch den Einwurfanzeiger für Wechselnden Ballbesitz anzuzeigen. Dieser muss in Richtung des gegnerischen Korbs zeigen. Die Richtung des Einwurfanzeigers wird unmittelbar nach Ende des Einwurfs gemäß Wechselndem Ballbesitz umgekehrt.
12.4.7
Durch eine Regelübertretung während des Einwurfs gemäß Wechselndem Ballbesitz geht dieser Mannschaft der Wechselnde Ballbesitz verloren. Die Regelübertretung wird mit Einwurf für die gegnerische Mannschaft bestraft. Zusätzlich ist der Einwurfanzeiger sofort zu drehen, um anzuzeigen, dass der nun einwerfenden Mannschaft zusätzlich der nächste Einwurf gemäß Wechselndem Ballbesitz an der Stelle des ursprünglichen Einwurfs zusteht.
12.4.8
Durch ein Foul gleich welcher Mannschaft
- vor Beginn einer Spielperiode, ausgenommen vor der ersten Spielperiode oder
- während eines Einwurfs gemäß Wechselndem Ballbesitz
geht der einwerfenden Mannschaft das Recht auf Wechselnden Ballbesitz nicht verloren.
Geschieht ein Foul während des Eröffnungseinwurfs zu Beginn einer Spielperiode, nachdem der Ball dem Einwerfer zur Verfügung steht, aber bevor er einen Spieler auf dem Spielfeld berührt, dann wird das Foul so behandelt und bestraft, als hätte es sich während der Spielzeit ereignet.
Artikel 13 - Wie der Ball gespielt wird
13.1. Definition
13.1.1
Während eines Spiels wird der Ball nur mit der hand oder den Händen gespielt und darf in jede Richtung gepasst, geworfen, getippt, gerollt oder gedribbelt werden. Dabei gelten die Einschränkungen dieser Regeln.
13.2. Regel
Ein Spieler darf mit dem Ball nicht laufen, ihn absichtlich mit irgendeinem Teil des Beins treten, stoppen oder mit der Faust schlagen. Den Ball zufällig mit irgendeinem Teil des Beins zu berühren, ist keine Regelübertretung.
Eine Verletzung von Artikel 13.2. ist eine Regelübertretung.
Artikel 14 - Ballkontrolle
14.1
Mannschafts-Ballkontrolle beginnt, wenn ein Spieler dieser Mannschaft einen belebten Ball kontrolliert, das heißt ihn hält oder dribbelt oder ihm ein belebter Ball zur Verfügung steht.
14.2
Mannschafts-Ballkontrolle besteht, wenn
- ein Spieler dieser Mannschaft einen belebten Ball kontrolliert.
- der Ball zwischen Mitspielern gepasst wird.
Mannschafts-Ballkontrolle endet, wenn
- ein Gegenspieler die Ballkontrolle erlangt.
- der Ball zum toten Ball wird.
- der Ball bei einem Korbwurf oder Freiwurf die Hand oder die Hände des Werfers verlassen hat.
Artikel 15 - Spieler in der Korbwurfaktion
15.1
Ein Korbwurf oder Freiwurf liegt vor, wenn der Ball in einer oder beiden Händen gehalten wird und anschließend in Richtung des gegnerischen Korbs geworfen wird.
Ein Tipp liegt vor, wenn der Ball mit einer oder beiden Händen in Richtung des gegnerischen Korbs getippt wird.
Ein Dunking liegt vor, wenn der Ball mit einer oder beiden Händen kraftvoll von oben in den gegnerischen Korb geworfen wird.
Tipp und Dunking sind ebenfalls als Korbwurfaktion zu betrachten.
15.2
Die Korbwurfaktion
- beginnt, wenn der Spieler die kontinuierliche Bewegung beginnt, die normalerweise einem Wurf vorangeht und er nach Meinung des Schiedsrichters den Versuch begonnen hat, durch Werfen, Tippen oder Dunken des Balles in den gegnerischen Korb Punkte zu erzielen.
- endet, wenn der Ball die Hand oder Hände des Werfers verlassen hat und bei einem Sprungwurf, wenn beide Füße des Werfers wieder am Boden sind.
Es gilt auch als Korbwurf, wenn ein Spieler nach Meinung des Schiedsrichters zwar werfen möchte aber durch die Arme eines Gegenspielers daran gehindert wird. In diesem Fall ist es unerheblich ob der Ball die Hand oder Hände des Spielers verlässt.
Ob eine Korbwurfaktion vorliegt hängt nicht von der Anzahl der Schritte des Spielers ab. Zwischen der Anzahl der legalen Schritte und der Korbwurfaktion besteht kein Zusammenhang.
15.3
Die kontinuierlicheBewegung bei einem Korbwurf
- beginnt, wenn der Ball in der Hand oder den Händen des Spielers zur Ruhe kommt und die normalerweise nach oben gehende Korbwurfbewegung begonnen hat.
- kann Bewegungen des Arms oder der Arme und/oder des Körpers mit einschließen, die der Spieler bei seinem Korbwurf macht.
- ende, wenn der Ball die Hand des Spielers verlassen hat oder der Spieler eine neue Korbwurfaktion beginnt.
Artikel 16 - Korberfolg und seine Wertung
16.1. Definition
16.1.1
Ein Korb ist erzielt, wenn ein belebter Ball von oben in den Korb geht und darin verbleibt oder durchfällt.
16.1.2
Der Ball befindet sich bereits im Korb, sobald ein Teil des Balls innerhalb des Rings und dort unterhalb der Oberkante des Rings ist.
16.2. Regel
16.2.1
Geht der Ball in den Korb, zählt der Korb wie folgt zugunsten der Mannschaft die diesen Korb angreift:
- Ein Korb aus einem Freiwurf zählt einen Punkt.
- Ein Korb aus dem Zwei-Punkte-Bereich zählt zwei Punkte
- Ein Korb aus dem Drei-Punkte-Bereich zählt drei Punkte
- Ein Korb zählt zwei Punkte, wenn der Ball beim letzten oder einzigen Freiwurf den Ring berührt hat, dann legal von einem Angreifer oder Verteidiger berührt wird und anschließend in den Korb geht.
16.2.2
Erzielt ein Spieler zufällig einen Feldkorb in den eigenen Korb seiner Mannschaft werden für diesen Korb der gegnerischen Mannschaft zwei Punkte angeschrieben und zwar deren Kapitän auf dem Spielfeld.
16.2.3
Erzielt ein Spieler absichtlich einen Feldkorb in den eigenen Korb seiner Mannschaft ist dies eine Regelübertretung und der Korb zählt nicht.
16.2.4
Verursacht ein Spieler, dass der Ball vollständig von unten durch den Korb geht ist dies eine Regelübertretung.
Artikel 17 - Einwurf
17.1. Definition
17.1.1
Der Einwurf findet statt, wenn ein Spieler von außerhalb des Spielfelds den Ball ins Spielfeld wirft.
17.2. Vorgehensweise
17.2.1
Ein Schiedsrichter muss dem Einwerfer den Ball übergeben oder zur Verfügung stellen. Er darf dem Einwerfer den Ball auch direkt oder als Bodenpass zuwerfen, vorausgesetzt
- der Schiedsrichter befindet sich nicht weiter als vier Meter vom Einwerfer entfernt
- der Einwerfer befindet sich an der korrekten, vom Schiedsrichter bezeichneten Stelle.
17.2.2
Der Spieler muss den Ball an der vom Schiedsrichter bezeichneten Stelle einwerfen und zwar nächst der Regelverletzung oder Stelle, an der das Spiel vom Schiedsrichter unterbrochen wurde, ausgenommen direkt hinter dem Spielbrett.
17.2.3
In den folgenden Situationen wird der Einwurf von der Mittellinie gegenüber dem Anschreibertisch ausgeführt:
- Zu Beginn aller Spielperioden, ausgenommen der ersten Spielperiode
- Nach einem oder mehreren Freiwürfen aufgrund eines technischen, unsportlichen oder disqualifizierenden Fouls
- Während der letzten zwei Spielminuten der vierten Spielperiode und während der letzten zwei Spielminuten jeder Verlängerung nachdem der Mannschaft eine Auszeit gewährt wurde, welcher der Ball zu einem Einwurf im Rückfeld zusteht.
Der Einwerfer muss dabei mit je einem Fuß auf der Seite der verlängerten Mittellinie stehen und darf den Ball einem Mitspieler an einem beliebigen Punkt des Spielfelds zupassen.
17.2.4
Nach einem persönlichen Foul durch einen Spieler der Mannschaft in Ballkontrolle oder Mannschaft, der der Ball zusteht, wird der folgende Einwurf nächst dem Punkt ausgeführt, an dem die Regelverletzung begangen wurde.
17.2.5
Geht der Ball bei einem Feldkorb oder Freiwurf zwar in den Korb, aber dieser Korb zählt nicht, wird der folgende Einwurf in Höhe der Freiwurflinie ausgeführt.
17.2.6
Nach einem erfolgreichen Feldkorb oder letzten oder einzigen Freiwurf gilt:
- Ein Gegenspieler der Mannschaft, die Punkte erzielt hat, wirft den Ball von einer beliebigen Stelle der Endlinie ein, an der der Korb erzielt wurde. Dies gilt auch wenn einem Feldkorb oder erfolgreichen letzten oder einzigen Freiwurf eine Auszeit oder Spielunterbrechung folgt und ein Schiedsrichter anschließend den Ball dem Einwerfer übergibt oder zur Verfügung stellt.
- Der Einwerfer darf sich seitlich und/oder rückwärts bewegen und Mitspieler dürfen sich den Ball auf oder hinter der Endlinie zupassen, aber das Zählen der fünf Sekunden beginnt, sobald der Ball dem ersten Spieler außerhalb des Spielfelds zur Vefügung steht.
17.3. Regel
17.3.1
Der Einwerfer darf NICHT:
- mehr als fünf Sekunden zur Abgabe des Balls benötigen.
- das Spielfeld betreten während sich der Ball noch in seiner Hand oder seinen Händen befindet.
- den Ball so einwerfen, dass er ins Aus geht nachdem er seine Hand zum Einwurf verlassen hat.
- den Ball auf dem Spielfeld berühren, ehe der Ball einen anderen Spieler berührt hat.
- den Ball so einwerfen, dass der direkt in den Korb geht.
- sich von der vom Schiedsrichter bezeichneten Stelle in eine oder beide Richtungen derart bewegen, dass dabei eine Gesamtstrecke von 1 Meter überschritten wird bevor der Ball seine Hände verlässt. Er darf sich aber soweit wie möglich senkrecht zur Linie rückwärts bewegen.
17.3.2
Während des Einwurfs darf kein anderer Spieler
- einen Teil seines Körpers über der Grenzlinie haben, ehe der Ball über die Linie geworfen ist.
- sich näher als einen Meter zum Einwerfer stellen, wenn an der Einwurfstelle im Aus weniger als zwei Meter Platz ist.
Eine Verletzung von Artikel 17.3 ist eine Regelübertretung.
17.4. Strafe
Der Ball wird der anderen Mannschaft zum Einwurf an der Stelle des ursprünglichen Einwurfs zuerkannt.
Artikel 18 - Auszeit
18.1. Definition
Eine Auszeit ist eine Spielunterbrechung, beantragt vom Trainer oder Trainer-Assistenten.
18.2. Regel
18.2.1
Jede Auszeit muss eine Minute dauern
18.2.2
Eine Auszeit kann während einer Auszeitmöglichkeit genommen werden.
18.2.3
Eine Auszeitmöglichkeit beginnt
- für beide Mannschaften, wenn der Ball zum toten Ball wird, die Spieluhr gestoppt ist und der Schiedsrichter seine Anzeige zum Schreibertisch abgeschlossen hat.
- für beide Mannschaften, wenn der Ball nach einem erfolgreichen letzten oder einzigem Freiwurf zum toten Ball wird.
- wenn ein Feldkorb gegen die Mannschaft erzielt wird, die eine Auszeit beantragt hat.
Eine Auszeitmöglichkeit endet, wenn der Ball bei einem Einwurf dem Einwerfer oder beim ersten oder einzigen Freiwurf dem Freiwerfer zur Verfügung steht.
18.2.5
Jeder Mannschaft stehen während der ersten Halbzeit zwei, während der zweiten Halbzeit drei Auszeiten und während jeder Verlängerung eine Auszeit zu.
18.2.6
Nicht genommene Auszeiten dürfen nicht auf die nächste Halbzeit oder Verlängerung übertragen werden.
18.2.7
Die Auszeit wird der Mannschaft angerechnet, deren Trainer sie zuerst beantragt hat, es sei denn, die Auszeit wird der einwerfenden Mannschaft nach einem Feldkorb gewährt, der nicht zusätzlich durch eine Regelverletzung überlagert ist.
18.2.8
Eine Auszeit ist für die Mannschaft eines Korbwerfers nicht zulässig, wenn in den letzten zwei Minuten der vierten Spielperiode oder in den letzten zwei Minuten deiner Verlängerung die Spieluhr wegen eines erfolgreichen Korbwurfes gestoppt ist, es sei denn, das Spiel wird durch einen Schiedsrichter unterbrochen.
18.3 Vorgehensweise
18.3.1
Nur der Trainer oder Trainer-Assistent darf eine Auszeit beantragen. Er muss dazu Blickkontakt mit dem Anschreiber aufnehmen oder persönlich zum Anschreiber gehen und mit dem richtigen gebräuchlichen Handzeichen klar Auszeit verlangen.
18.3.2
Der Antrag auf Auszeit kann nur zurückgenommen werden, bevor der Anschreiber sein Signal für diesen Antrag ertönen lässt.
18.3.3
Die Auszeit
- beginnt, wenn der Schiedsrichter pfeift und das Handzeichen für Auszeit gibt.
- endet, wenn der Schiedsrichter pfeift und die Mannschaften wieder zum Betreten des Spielfelds auffordert.
18.3.4
Sobald eine Auszeitmöglichkeit beginnt, muss der Anschreiber sein Signal ertönen lassen um den Schiedsrichtern anzuzeigen, dass eine Auszeit beantragt ist.
Wird ein Feldkorb gegen die Mannschaft erzielt, die eine Auszeit beantragt hat, stoppt der Zeitnehmer sofort die Spieluhr und lässt sein Signal ertönen.
18.3.5
Während der Auszeit sowie während einer Spielpause vor der zweiten und vierten Spielperiode und jeder Verlängerung dürfen die Spieler das Spielfeld verlassen und auf der Mannschaftsbank sitzen. Die im Mannschaftbank-Bereich zugelassenen Personen dürfen das Spielfeld betreten, sofern alle Mannschaftsmitglieder in der Nähe ihres Mannschaftbank-Bereichs bleiben.
18.3.6
Beantragt eine der beiden Mannschaften eine Auszeit, nachdem der Ball dem Freiwerfer zum ersten oder einzigen Freiwurf zur Verfügung steht, wird die Auszeit gewährt wenn
- der letzte oder einzige Freiwurf erfolgreich ist.
- nach dem letzten Freiwurf ein Einwurf von der Mittellinie gegenüber dem Anschreibertisch folgt.
- zwischen Freiwürfen ein Foul gepfiffen wird. In diesem Fall wird die ursprüngliche Freiwurfstrafe zu Ende geführt und die Auszeit vor der Ausführung der nächsten Foulstrafe gewährt.
- ein Foul gepfiffen wird, bevor der Ball nach dem letzten oder einzigen Freiwurf belebt wird. In diesem Fall wird die Auszeit vor der Ausführung der neuen Foulstrafe gewährt.
- eine Regelübertretung gepfiffen wird, bevor der Ball nach dem letzten oder einzigen Freiwurf belebt wird. In diesem Fall wird die Auszeit vor dem Einwurf gewährt.
Kommt es zu einer aufeinander folgenden Serie von Freiwürfen und/oder Ballbesitz infolge mehrerer Foulstrafen, ist jeder Satz separat zu behandeln.
Artikel 19 - Spielerwechsel
19.1 Definition
Ein Spielerwechsel ist eine Spielunterbrechung, die vom einwechselnden Spieler beantragt wird.
19.2 Regel
19.2.1
Eine Mannschaft darf während einer Wechselmöglichkeit Spielerwechsel vornehmen
19.2.2
Eine Wechselmöglichkeit beginnt
- für beide Mannschaften, wenn der Ball zum toten Ball wird, die Spieluhr gestoppt ist und der Schiedsrichter seine Anzeige zum Anschreibertisch abgeschlossen hat.
- für beide Mannschaften, wenn der Ball nach einem erfolgreichen letzten oder einzigen Freiwurf zum toten Ball wird.
- wenn die gegnerische Mannschaft in den letzten zwei Minuten der vierten Spielperiode oder einer jeden Verlängerung einen Feldkorb erzielt.
19.2.3
Eine Wechselmöglichkeit endet, wenn der Ball bei einem Einwurf dem Einwerfer oder beim ersten oder einzigen Freiwurf dem Freiwerfer zur Verfügung steht.
19.2.4
Ein Spieler, der ausgewechselt wurde, darf nicht wieder eingewechselt und ein Ersatzspieler, der zum Spieler wurde, darf nicht wieder ausgewechselt werden, bevor die Spieluhr wieder lief und der Ball wieder zum toten Ball wird, es sei denn,
- einer Mannschaft verbleiben weniger als fünf Spieler auf dem Spielfeld
- ein Spieler, der zuvor legal ausgewechselt wurde, muss im Rahmen einer Fehlerkorrektur Freiwürfe werfen.
19.2.5
Ein Spielerwechsel ist nicht zulässig für die Mannschaft des Korbwerfers, wenn in den letzten zwei Minuten der vierten Spielperiode oder in den letzten zwei Minuten einer Verlängerung die Spieluhr wegen eines erfolgreichen Korbwurfs gestoppt ist, es sei denn, das Spiel wird durch einen Schiedsrichter unterbrochen.
19.3 Vorgehensweise
19.3.1
Nur der Ersatzspieler hat das Recht, einen Spielerwechsel zu beantragen. Er (nicht der Trainer oder Trainer-Assistent) muss dazu zum Anschreiber gehen und mit dem richtigen gebräuchlichen Handzeichen unmissverständlich Spielerwechsel verlangen oder sich auf den Wechselstuhl setzen. Er muss bereit sein, sofort zu spielen.
19.3.2
Ein Antrag auf Spielerwechsel kann nur zurück genommen werden, bevor der Anschreiber sein Signal für diesen Antrag ertönen lässt.
19.3.3
Sobald eine Wechselmöglichkeit beginnt, lässt der Anschreiber sein Signal ertönen, um den Schiedsrichtern anzuzeigen, dass ein Spielerwechsel beantragt ist.
19.3.4
Der Ersatzspieler muss außerhalb der Grenzlinien bleiben, bis der Schiedsrichter pfeift, das Handzeichen für Spielerwechsel gibt und ihn auf das Spielfeld winkt.
19.3.5
Der Spieler, der ausgewechselt wurde, darf direkt zu seiner Mannschaftsbank gehen. Er muss sich weder beim Anschreiber noch beim Schiedsrichter abmelden.
19.3.6
Spielerwechsel müssen so schnell wie möglich ausgeführt werden. Ein Spieler der sein fünftes Foul begangen hat oder disqualifiziert wurde, muss sofort (innerhalb von ca. 30 Sekunden) ersetzt werden. Kommt es nach Ansicht des Schiedsrichters zu unnötiger Verzögerung, wird der schuldigen Mannschaft eine Auszeit angerechnet. Hat die Mannschaft keine Auszeit mehr zur Verfügung, kann gegen den Trainer ein technisches Foul ("B") verhängt werden.
19.3.7
Wird ein Spielerwechsel während einer Auszeit oder einer Spielpause beantragt, muss ich der Ersatzspieler beim Anschreiber melden. bevor er das Spielfeld betritt.
19.3.8
Muss der Freiwerfer ausgewechselt werden, weil er
- verletzt wurde
- ein fünftes Foul begangen hat, oder
- disqualifiziert wurde
müssen die Freiwürfe von seinem Einwechselspieler ausgeführt werden. Dieser kann erst wieder ausgewechselt werden, nachdem die Spieluhr gelaufen ist.
19.3.9
Beantragt eine der beiden Mannschaften einen Spielerwechsel, nachdem der Ball dem Freiwerfer zum ersten oder einzigen Freiwurf zur Verfügung steht, wird der Spielerwechsel gewährt wenn
- der letzte oder einzige Freiwurf erfolgreich ist.
- nach dem letzten Freiwurf ein Einwurf von der Mittelliniegegenüber dem Anschreibertisch folgt.
- zwischen Freiwürfen ein Foul gepfiffen wird. In diesem Fall wird die ursprüngliche Freiwurfstrafe zu Ende geführt und der Spielerwechsel wird vor der Ausführung der nächsten Foulstrafe gewährt.
- ein Foul gepfiffen wird, bevor der Ball nach dem letzten oder einzigen Freiwurf belebt wird. In diesem Fall wird der Spielerwechsel vor der Ausführung der neuen Foulstrafe gewährt.
- eine Regelübertretung gepfiffen wird, bevor der Ball nach dem letzten oder einzigen Freiwurf belebt wird. In diesem Fall wird der Spielerwechsel vor dem Einwurf gewährt.
Kommt es zu einer aufeinander folgenden Serie von Freiwürfen und/oder Ballbesitz infolge mehrerer Foulstrafen, ist jeder Satz separat zu behandeln.
Artikel 20 - Verlust der Spielberechtigung (Fehlverhalten einer Mannschaft)
20.1 Regel
Eine Mannschaft verliert das Recht zu spielen wenn sie
- 15 Minuten nach der angesetzten Anfangszeit noch nicht anwesend oder in der Lage ist, mit fünf spielbereiten Spielern anzutreten.
- durch ihr Verhalten verhindert, dass gespielt werden kann.
- sich trotz Aufforderung durch den 1. Schiedsrichter weigert zu spielen.
20.2 Strafe
20.2.1
Das Spiel wird für die gegnerische Mannschaft mit dem Ergebnis zwanzig zu null (20:0) gewertet. Darüber hinaus erhält die verlierende Mannschaft null Wertungspunkte.
20.2.2
Bei einer Spielserie mit Hin- und Rückspiel (Heim und Auswärts) und bei Playoff-Spielen ("Best of Three") verliert eine Mannschaft diese Serie, wenn sie das erste, zweite oder dritte Spiel gemäß diesem Artikel verliert. Dies gilt nicht für Spiele nach dem "Best of Five" System.
Artikel 21 - Verlust der Spielberechtigung (weniger als zwei Spieler)
21.1 Regel
Eine Mannschaft verliert das Recht zu spielen, wenn im Verlauf des Spiels dieser Mannschaft weniger als zwei einsatzfähige Spieler auf dem Spielfeld stehen.
21.2 Strafe
21.2.1
Führt zum Zeitpunkt des Abbruchs die Mannschaft, zu deren Gunsten das Spiel gewertet wird, nach Punkten, bleibt das Punktergebnis bestehen. Liegt diese Mannschaft nicht in Führung, wird das Ergebnis mit zwei zu null (2:0) zu ihren Gunsten gewertet. Die verlierende Mannschaft erhält einen Wertungspunkt für die Klassifizierung.
22.2.2
Bei einer Spielserie mit Hin- und Rückspiel (Heim und Auswärts) verliert eine Mannschaft diese Serie, wenn sie das erste oder das zweite Spiel gemäß diesem Artikel verloren hat.



